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Johannes Brahms (1833 -1897)
Deutscher Komponist der sinfonischen Klassik des 19. Jahrhunderts. Brahms wurde am 7. Mai 1833 in Hamburg geboren.
Im Jahr 1868 wurde Brahms mit der Uraufführung seines Deutschen Requiems auf einen Schlag in ganz Europa berühmt. Die revolutionäre Neuerung hierbei war, dass Brahms statt des sonst üblichen lateinischen Textes die deutsche Bibelübersetzung Luthers als Textgrundlage verwandte (aus diesem Grund auch der Titel: Deutsches Requiem).
1873 schuf er mit den Variationen über ein Thema von Joseph Haydn sein erstes großes sinfonisches Werk. Die Variationen zeigten Brahms' Entwicklung hin zur meisterhaften Gestaltung sinfonischer Orchesterwerke. Seine sinfonischen Hauptwerke, die Sinfonie Nr. 1 in c-Moll op. 68 (1876); die Sinfonie Nr. 2 in D-Dur op. 73 (1877); die Akademische Festouvertüre op. 80 (1880), die Tragische Ouvertüre op. 81 (1881); die Sinfonie Nr. 3 in F-Dur op. 90 (1883); und die Sinfonie Nr. 4 in e-Moll op. 98 (1885) weisen allesamt eine außerordentlich dichte Struktur auf, die auf die Tradition der Wiener Klassik zurückzuführen ist.
Neben dem Studium der Barockmusik (u. a. Bach, Händel, Vivaldi und Scarlatti) beeinflusste seinen Kompositionsstil vor allem das Volkslied. Brahms sammelte zeitlebens Volkslieder und bearbeitete sie. Seine über 200 Lieder, darunter die Zigeunerlieder sowie weltliche und geistliche Chorwerke, stellen ein beachtliches Repertoire dar.
Zu seinen wichtigsten Werken zählen (neben den genannten) das Schicksalslied (1871), eine Vertonung eines Gedichts Friedrich Hölderlins für Chor und Orchester; das Violinkonzert in D-Dur (1878), das als fester Repertoirebestandteil eines jeden Geigers gilt; das Doppelkonzert für Violine und Violoncello a-Moll (1887), das Klarinettenquintett (1891), drei Streichquartette, drei Violinsonaten, zahlreiche Solowerke für Klavier und andere Kammermusikwerke für verschiedene Besetzungen und schließlich über 150 Lieder. Brahms starb am 13. April 1897 in Wien.